Prof. Dr. Dr. h. c. Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a. D. 

Philosoph, Erfolgsautor und Speaker. Er lehrt Philosophie und politische Theorie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Thema: Digitales Europa, Samstag 1.2.20


In den letzten Jahren befasst sich JNR intensiv mit anthropologischen, erkenntnistheoretischen und Technik-philosophischen Fragen. Er war Leiter eines EU-Forschungsprojektes zur Ethik der Robotik (im Rahmen des Research-Clusters RoboLaw) und hat sich mit philosophischen und ethischen Aspekten des autonomen Fahrens und generell des Einsatzes von Software-Systemen in der beruflichen und privaten Praxis auseinandergesetzt. In seinen letzten Buchpublikationen plädiert er für eine Erneuerung des philosophischen und politischen Humanismus (Humanistische Reflexionen, Suhrkamp, 2016), befasst sich mit den Prinzipien einer humanen und vielfältigen Bildungspraxis, (dazu sind in den Jahren 2013, 2014 und 2017 drei Bücher von ihm publiziert worden), auch mit der Ethik der Migration (Über Grenzen denken, edition Körber 2017). Im Herbst 2018 erschien eine neue Monographie zum Thema Digitaler Humanismus: Eine Ethik für das Zeitalter der künstlichen Intelligenz (Piper Verlag), für das er in Österreich den Bruno-Kreisky-Preis für das beste politische Buch des Jahres erhielt. Im Frühjahr 2020 erscheint bei edition Körber das Buch Die gefährdete Rationalität der Demokratie.

JNR gehörte als Staatsminister für Kultur und Medien dem ersten Kabinett Schröder an. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin und der Europäischen Akademie der Wissenschaften, Direktor am bayrischen Institut für digitale Transformation (bidt) und leitet den Bereich Kultur am Zentrum für Digitalisierung Bayern. (ZD.B) 2016 verlieh ihm die bayrische Staatsregierung die Medaille für besondere Verdienste um Bayern in einem Vereinten Europa. Im Jahre 2019 erhielt er den bayrischen Verdienstorden.