Ulrich Meyer ist ein Pionier des Privatfernsehens in Deutschland. Der Kölner des Jahrgangs 1955 fand nach altsprachlichem Knabengymnasium, Bundeswehr bei den Gebirgsjägern in Mittenwald sowie grundlegenden Studien der Medizin zu seinem Wunschberuf Journalist. Nach dem Redaktionsvolontariat bei der Kölnischen Rundschau in Köln und einigen Jahren als stellvertretender Lokalchef folgte er 1985 dem Ruf von RTL.
Zunächst Korrespondent in Bonn, dann Nachrichtenchef in Luxemburg, zog er mit dem Sender nach Köln, leitete von 1989 bis 1991 die Redaktion „Explosiv“ und moderierte die konfrontative Talkshow „Der Heiße Stuhl“. Ab 1992 fertigte er für Sat.1 mit seiner Berliner TV-Produktionsfirma META Talkshows und TV-Magazine und war für einige Jahre Newsanchor des Senders.
Von 1995 an folgte das Magazin „akte“, das er in über tausend wöchentlichen Folgen präsentierte, das von ihm produzierte True Crime-Format „Fahndungsakte“ sowie etwa ein Dutzend weitere Brand Extensions der TV-Marke „akte“. Im Laufe der Jahre produzierte META für fast alle deutschen TV-Sender.
Die Firma ging ab 1998 in drei Schritten in den Besitz von Endemol über. Ulrich Meyer zog sich Ende 2016 aus Firma und Fernsehen zurück.
Zu seinem 70. Geburtstag beendete er sein jährliches Seminar „Journalismus – Ethik und Handwerk“ an der FU Berlin und seinen über 45-jährigen Einsatz als Reserveoffizier der Bundeswehr.